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    Gedanken einer Katze
 

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Donnerstag, 16. Februar 2006

Mein Abschied von Daheim und meine endlose Reise nach Berlin
Von matzel1, 23:27

Hallo Papa,

tja, heute war ein anstrengender Tag. Nachdem du zur Arbeit gegangen bist, kamen mir einige Sachen sehr komisch vor. Ich bekam nichts zu fressen, meine Spielsachen wurden eingeräumt und auch mein Napf verschwand in Mellys Rucksack.

Sehr eigenartig war auch, dass ich mich auf einmal in meiner doch sonst als Schlafgelegenheit genutzte Transportbox wiederfand, allerdings wurde sie dann noch zu gemacht.

Erst verstand ich nicht, wieso ich jetzt auf einmal in so einer kleinen Wohnung leben sollte, aber Melly erklärte mir dann, dass ich Dich nicht nach Dubai begleiten darf und ich solange in Berlin auf Dich warten werde.

Bin zwar traurig, aber Dir nicht böse.

Naja, jedenfalls in meiner kleinen Wohnung angekommen ging die Reise auch schon los. In Nines Auto zum Bahnhof in 10.000 Züge und schließlich noch in einen riesengroßen Vogel, ich glaube sie nannten ihn "Flugzeug".

So viele Menschen waren da überall, gruselig, vor allem müssen die immer so Schreien. Aber Melly konnte mich dann doch immer wieder mit einem Kopf- oder Pfötchenstreicheln beruhigen.

Tja, dann ging es auf den Flughafen in Stuttgart, so viele verschiedene Stimmen und Geräusche auf einmal, naja, hab mich dann ein wenig ausgeruht und geschlafen, war ja meine Zeit

Dann in dem großen Vogel angekommen, sah ich auf einmal nur noch Füße. Und das gruseligste war, wo der Vogel hochflog und wieder runter. Ich rutschte in meiner Transportbox hin und her. Melly versuchte zwar die Sache ein bisschen abzufedern, aber der Druck war dann doch zu groß.

Aber wo wir oben waren, da gönnte ich mir ein kleines Nickerchen und versuchte mich von den Strapazen zu erholen.

Dann war ich plötzlich in Berlin.
Naja, schön ist es hier nicht, jedenfalls nicht am Flughafen, viel zu viele Autos und viel zu viele Menschen.

Melly und ihr Vater brachten mich dann in meinem Urlaubsdomizil unter, indem ich dann versorgt werde.

Im Moment gefällt es mir noch nicht so sehr gut. Da gibts auch noch eine Katze, die sieht so aus, wie Nines´ *fauch*


Aber wenigstens gab es endlich was zu fressen!!!!!

Als ich mich wieder etwas bei Kräften fühlte, zeigte ich der kleinen Katze erstmal wo hier der Hammer hängt. Ich besezte Daniels Hocker und als sich Yuna ungefragt wagte sich zu nähern, fauchte ich und knurrte.

Tja, mit Erfolg, sie flitzte dann ab ins andere Zimmer und ich hatte meine Ruhe.

Mal sehen, was die Nacht noch so bringt, ich werde mich in dein Hemd kuscheln und an dich denken, dann bist du nicht so alleine heute Nacht und ich fühle mich nicht so fremd.

Aber keine Sorge, ich gewöhne mich schon und je schneller wir uns beide mit der Situation abfinden, desto schneller ist sie auch wieder Vergangenheit.

Du bleibst mein Papa und auch wenn du jetzt weinen musst.

Ich hab dich lieb *schnurr*

                                                                    Bis Morgen
                                                         Deine                     Matzel

 

 

 

 

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